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Monogamie - meine Freundin sollte sich schon dran halten

Manche Leute sind einfach beratungsresistent! Erinnert ihr euch an den Typ, mit dem ich seit 4 Jahren eine Affäre habe? Seine Freundin ist ihm fremdgegangen. Da lacht sich Karma ins Fäustchen. Und ich auch ein bisschen. Aber das ist nicht der Knackpunkt. Er bescheisst sie nach Strich und Faden. Seit Jahren. Er hatte hunderte Male Sex mit anderen Frauen. Aber nun regt er sich darüber auf, dass sie es ihm gleich tut.

Selbstverständlich drängt sich einem da die Frage auf: Warum eigentlich? Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Warum ist es okay, wenn er fremdgeht, wenn sie es tut aber nicht? Auf meine Nachfrage erklärte er mir, dass es ja nicht primär um das Fremdgehen ginge, sondern darum, dass der Typ ein Machoarschloch wäre und er es deshalb scheiße fände. Das Wort 'kleinpimmelig' fiel auch. Woher er das weiß hab ich lieber nicht gefragt.

Nun, er gibt also zu, dass sein Verhalten außerhalb der gesellschaftlichen Moralvorstellung liegt und dass er es scheinheilig findet, wieviele Moralapostel es gibt, die lieber vor ihrer eigenen Türe kehren sollten. Damit hat er teilweise recht. Vielleicht sind Menschen tatsächlich nicht für Monogamie geschaffen, dennoch gibt es genügend, die das anstreben. Eine Beziehung, eine Partnerschaft mit einem Partner. Der dann selbstverständlich auch ehrlich und treu sein sollte. Ist das also verachtenswert, weil nicht naturgegeben? Ich denke nicht.

Ich finde, man sollte mit offenen Karten spielen. Es zwingt ihn ja niemand monogam zu leben. Nur wie wäre es denn, wenn er der guten Frau von anfang an klar und deutlich seine Meinung dazu gesagt hätte? Vermutlich hätte sie dann gleich die Reißleine gezogen und sich nicht auf ihn eingelassen. Und das wäre doch der richtige Weg gewesen. So hätte jeder gewusst, auf was er sich einlässt - oder eben nicht. 

Stattdessen bescheisst und betrügt er sie seit nunmehr fast 10 Jahren. Immer wieder knallts. Sie trennen sich, sie raufen sich zusammen. Aber nie sagt er ihr die Wahrheit. Vermutlich sollte sie das längst wissen oder zumindest ahnen. Aber ich finde das nicht fair. Er sagt er würde dadurch die Menschen und ihre engstirnige Moralvorstellung nicht ändern. Das stimmt. Aber er würde seiner Freundin endlich die Chance geben sich zu entscheiden, ob sie so eine Beziehung führen will. 

Leider beschuldigt er lieber Andere, als mal bei sich anzufangen. So ist selbstverständlich der Typ, mit dem seine On-Off-Freundin was hatte ein kleinpimmeliges, überhebliches Machoarschloch. Zufälligerweise übrigens auch jeder Typ, mit dem ich in den vergangenen Jahren anbändelte. Ob er die kannte? Nein! Aber es reichte dennoch jedes Mal dafür aus, dass er sich eine (schlechte) Meinung über sie bilden konnte. 

Warum setzen Menschen nicht die Maßstäbe, die sie bei anderen ansetzen auch mal bei sich selbst an? 

 

31.10.16 17:46

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